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Aktuell von der Karmakonsum-Konferenz: Workshop „LivingHub“ passend zum Thema Transition towns

26. Juni 2010 · Keine Kommentare

Frisch vom Green-Camp, dem 2. Tag der Karmakonsum-Konferenz:
Workshop von „LivingHub – mit weniger zum mehr“

Fakt: In Deutschland werden 200.000 neue Wohnungen jedes Jahr gebaut benötigt und gebaut. Ziel von „Living-Hub“ ist die Verbindung von individuellen und gemeinschaftlichen (Wohn)Räumen mit von allen nutzbaren Ressourcen und haushaltsnahen Dienstleistungen. Durch die gemeinsame Nutzung [Mehrlesen →]

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„Back to the roots – Städte im Übergang“

7. Mai 2010 · Keine Kommentare

Die Transition-Town*-Bewegung (*Übergangsstädte) setzt auf: 1) die Reduzierung des Ölverbrauchs und strebt den Einsatz erneuerbare Energien an. 2) Nachbarn arbeiten zusammen, 3) Essen & Einkaufen regional bzw. lokal, 4) Projekte, die das Teilen anregen und ebenso Ressourcen sparen: wie Regionalwährungen, Werkzeugverleih, Carsharing, Gemeinschaftsgärten, Bibliotheken, Ludotheken (Spielzeugbibliotheken), gemeinschaftlich betriebene Landwirtschaft, 5) gemeinsame Baumpflanzaktionen u.ä.

In den Vereinigten Staaten ist die Slow-Life-Bewegung zu einem Teil der „Bewegung für Einfachheit“ geworden. Sie ermutigt die Menschen zu einem sinnvollen Leben, indem sie die uralte visionäre Kraft der Muße erforscht und zurückfordert. Allmählich finden die Menschen Wege, sich wieder Zeit zu nehmen, um mehr zu Fuß zu gehen, mit ihren Nachbarn zu plaudern und sich mehr in ihrer unmittelbaren Umgebung aufzuhalten.

Gemeinschaft ist von zentraler Bedeutung, um Menschen zu einem einfacheren Leben zu inspirieren. Ebenso wichtig ist es aber auch zu erkennen, dass dieser Ansatz Folgen für die Demokratie hat, ist er doch der einzige Weg, den Großunternehmen, der Kraft hinter dem Konsumdenken, Macht zu entreißen. Robert Wuthnow, Soziologe an der Princeton University, fordert in seinem Buch American Mythos eine »nachdenklichere Demokratie« und Gelegenheiten, über grundlegende Werte und Ideale zu sprechen. Er argumentiert, dass der Übliche demokratische Diskurs nicht über den Gedanken des »informierten Bürgers« - das ist jemand, der an der Diskussion über aktuelle Ereignisse teilhat - hinausgeht und dass nicht über grundlegende Werte und Annahmen reflektiert wird. Freiwillige Einfachheit ist sicherlich das »kritisch betrachtete Leben«, das dem Menschen hilft zu entscheiden.

Robert Putnam schreibt in seinem Werk Bowling Alone: Die Kultur, in der Nachbarn miteinander reden würden, sei auch jene, in der sie wählen gingen. Wenn die Menschen in ihren Gemeinschaften engagiert sind, dann sprechen sie auch miteinander und sind in der Regel mehr in Politik und Gesellschaft engagiert, zum Beispie! in örtlichen Bürgerinitiativen. Die Nachbarschaftsbewegung ist also in vie!er Hinsicht von Bedeutung. Letztlich helfen Gespräche und das Engagement mit anderen den Menschen, die Kultur des »einsamen Wolfs« abzulegen und zu erkennen, dass wahre Sicherheit nicht in materiellem Wohlstand, sondern in der Beziehung zu Menschen liegt.

Eine weitere kreative Idee, die zur Transition-Town passt, ist »The Compact«, eine Initiative, in der sich Konsumenten bereit erklären, ein Jahr lang nichts Neues zu kaufen.

Überall auf der We!t entwicke!n Menschen Wege, dem Konsumdenken die Stirn zu bieten und Postkonsumkulturen zu schaffen. Am Barefoot College in Indien werden einfach lebende Menschen dazu ermutigt, ihren nachhaltigen Lebensstil beizubehalten. Das Dorf Gaviotas in Kolumbien hat mithilfe innovativer Techniken wie Solar-Windkraft unfruchtbare Savanne urbar gemacht und Wälder wieder aufgeforstet.

Das Ziel ist nicht nur, die Menschen zu weniger Konsum zu bewegen, sondern eine neue  Gesellschaft hervorzubringen, sie zu inspirieren und zu motivieren und sich mehr für den gesellschaftlichen Wandel zu engagieren, indem Empathie, Fürsorge und Verbundenheit geweckt werden. Wenn die Menschen mit anderen zusammenkommen, können sie ihre KonsumwÜnsche loslassen, weil sie einen neuen Lebensstil kennenlernen, der mehr zufriedenstellt. Dann ist freiwillige Einfachheit sowohl eine Lebensform auch eine Philosophie und eine Methode für gesellschaftlichen Wandel, die dazu beitragen kann, Konsumgesellschaften zu verändern, indem sie den Menschen hilft zu verlehen, dass weniger mehr ist.

Einer der wichtigsten Wege, wie diese Werte und Modelle Verbreitung finden, ist Bildung. Die vie!fältigen von  z.B. Ökodörfern entwickelten Bildungsprogramme spiegeln den ethischen Kern der jeweiligen Gemeinschaft. Und sie beruhen auf Erfahrung und beziehen sämtliche Fähigkeiten und Anlagen der Lernenden mit ein: Kopf, Herz und Hände.

Quelle: aus „Einfach besser leben“ (Worldwatch Institute, Zur Lage der Welt 2010) Cecile Andrews/Wanda Urbanska

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Links Transition Town

7. Mai 2010 · Keine Kommentare

Berlin-Brandenburg:
Transition in Berlin: www.transitionberlin.de
Transition town Projekt SO36: www.ttfk-berlin.de/so36
Bäume pflanzen: www.wikiwoods.org/doku.php/pflanzungen_yaamberlin:start
Regionalwährung: www.havelblueten.de
Wohnprojekte finden und mitgründen: www.wohnportal-berlin.de
Mobiles Gärtnern: www.prinzessinnengarten.net
Messe: http://experimentcity.net
UfA-Fabrik – Kultur, Ökologie, Gemeinschaft: www.ufafabrik.de
Wagenburg Lohmühle: www.lohmuehle-berlin.de/

Deutschland:
http://eurotopia.de/
http://www.ecovillages.eu/
http://www.gemeinschaften.de/
http://www.siebenlinden.de/
http://www.wikiwoods.org/doku.php
http://www.regiogeld.de
http://www.ueber-lebenskunst.org/
http://karmakonsum.de/index.php?s=transition+town&searchbutton=Go!
http://www.lilligreen.de/category/nachhaltige-architektur/

International:
Eine Stadt in der Veränderung http://totnes.transitionnetwork.org/
http://www.transitionnetwork.org/
http://transitionculture.org/
http://www.transitionnetwork.org/conference-2010-uk#Dates
http://www.cultivate.ie/
http://www.worldchanging.com/archives/006497.html
http://artigos.immagazine.sapo.pt/en/article/experimentcity_eng/

Filme auf Youtube:
http://www.youtube.com/appleandeye

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Filme Transition Town

7. Mai 2010 · Keine Kommentare

FILME auf Youtube:
http://www.youtube.com/appleandeye
http://www.youtube.com/watch?v=DIduRLsXtU0&feature=player_embedded
http://www.youtube.com/watch?v=Uk1Qu_bCpkA&feature=watch_response_rev
http://www.youtube.com/watch?v=EjdRxCmPJsk&feature=PlayList&p=B1368C1073714159&playnext_from=PL&playnext=1&index=64
http://www.youtube.com/watch?v=Yjdf4ozvtYo
http://www.youtube.com/watch?v=6NokGaYTTRA&NR=1

FILME zum Thema Regionalwährung:
DER WALDVIERTLER, 41:00 min, http://www.subhash.at/freigeld/waldviertler.php

DER SCHEINT TRÜGT, zu beziehen über: http://www.oekofilm.de/index.php?id=38,101,0,0,1,0
Rezension zum Film:
DER SCHEINT TRÜGT. Eine Expedition in die Rätsel des Geldes, von Claus Strigel
Im Geld schmilzt die Welt. Ob Sex, Kartoffeln oder Waffen: Das Zaubermittel Geld, kann alles zu allem wandeln. Die folgenreichste Erfindung der Menschheit ist ebenso genial wie fatal, sagt der ehemalige Notenbanker und Geldforscher Bernard Lietaer. “It turns the mind into a brezel”
 Ein Zaubermittel, das alles bedeutet und doch keinerlei Wert hat.
 Es wird aus dem nichts geschaffen, vermehrt sich exponentiell und bezieht seinen Wert doch durch Mangel. Armut garantiert seinen Wert: Hätten alle genug Geld, hätte es keinen Wert.
Es soll sich um ein Tauschmittel handeln, doch nur 2% der Billionen, die täglich um den Erdball geschossen werden, dienen dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. (
…) Angesichts der aktuellen Glaubenskrise bereitet sich Gerhard Spannbauer getreu seiner Erkenntnis „Gold und Silber kann man nicht essen“ auf die ersten Monate nach dem Zusammenbruch des Geldsystems vor.

Bernard Lietaer ist überzeugt davon, dass die gegenwärtigen Herausforderungen der Menschheit innerhalb des globalen monopolistischen Geldsystems nicht zu lösen sind.

 Seine Vision findet in einem Armenviertel am Rande des brasilianischen Fortaleza die Verwirklichung. Eine zweite selbst erfundene Währung, der Palmas, hat in dem Viertel in mitten der Armut eine blühende Wirtschaft aufkeimen lassen. 40 solcher Banken arbeiten bereits erfolgreich in Brasilien  und im Wochentakt werden neue gegründet. Selbst gedrucktes Geld funktioniert nicht nur, sondern oft auch besser. Davon zeugen tausende lokaler, ergänzender Währungen weltweit. Paul Singer, Brasiliens Staatssekretär für solidarische Ökonomie bringt die Sache auf den Punkt: Wir müssen die Macht über unser Geld zurückgewinnen.

Zuschauerstimmen: “Der Film ist ein MINDBLOWER und muss mit den ABC gelehrt werden.”
 Rolf Oechsler
„Ein toller Film - gehört in die Hauptsendezeit!“
 Hubert Denz

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